Dermbach liegt in der thüringischen Rhön, eingebettet im welligen Gelände der Vorderrhön am Fluss Felda. Die Gemeinde ist umgeben von weiteren Orten wie Empfertshausen und Oechsen und durch die Bundesstraße 285 gut erreichbar. Mit seinen Ortsteilen wie Oberalba, Brunnhartshausen oder Stadtlengsfeld erstreckt es sich über ein größeres Gebiet in dieser Mittelgebirgslandschaft.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1145 unter dem Namen „Tirmbach“. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte Dermbach mehrmals die Herrschaft: Vom Kloster Fulda über das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach bis zum Wartburgkreis. Prägend war das Textilgewerbe, das sich ab dem 16. Jahrhundert entwickelte und durch das Marktrecht 1716 weiteren Aufschwung nahm. Besonders bekannt wurde die Korkmanufaktur, die zeitweise fast 500 Menschen beschäftigte und Millionen von Flaschenstöpseln produzierte.
Heute ist Dermbach ein kultureller und touristischer Anlaufpunkt in der Rhön. Das barocke Dermbacher Schloss beherbergt heute Verwaltung, Bibliothek und Kulturräume. Die Dreieinigkeitskirche mit ihrer historischen Orgel und die katholische St.-Peter-und-Paul-Kirche prägen das Ortsbild. Wanderwege führen durch die umliegende Landschaft, darunter das Naturschutzgebiet Ibengarten mit seinen uralten Eiben. Ein besonderes Bauwerk ist die Feldabrücke von 1791, eine der letzten zweijochigen Sandsteinbrücken ihrer Art.