Deutsch Goritz liegt im Südosten der Steiermark, etwa fünfzehn Kilometer nordwestlich von Bad Radkersburg. Die Gemeinde gehört zum Bezirk Südoststeiermark und ist von sanften Hügeln und landwirtschaftlich genutzten Flächen geprägt. Zu ihr zählen zehn Ortsteile, darunter Ratschendorf mit der größten Fläche und Weixelbaum, das an Wanderwege wie den Ostösterreichischen Grenzlandweg grenzt.
Erstmals 1386 als „Guritz“ erwähnt, geht der Name auf das slowenische Wort für kleinen Berg zurück. Lange Zeit gehörte der Ort verschiedenen Adelsfamilien, bis die Grundherrschaften 1848 aufgehoben wurden. Im 19. Jahrhundert erhielt der Ort zur Unterscheidung von einer anderen Goritz den Zusatz „Deutsch-“. Nach dem Ersten Weltkrieg gab es Grenzstreitigkeiten, und während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebiet zeitweise besetzt.
Die Gemeinde ist bekannt für ihre Kirche, die 1873 als Kapelle begann und später erweitert wurde, sowie für einen Theater- und Versammlungssaal, der seit 1913 für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird. Der Musikverein, gegründet 1926, veranstaltet jährlich ein Weihnachtskonzert. Im Wappen vereinen sich Symbole der Landwirtschaft, einer Quelle und der historischen Grundherren. Persönlichkeiten wie der Jesuit Anton Puntigam stammen aus Deutsch Goritz.