Dijon liegt im Osten Frankreichs am Westrand der Saône-Ebene, wo sich die Ouche und der Suzon durch die Stadt schlängeln. Am nördlichen Ausläufer der Côte d’Or gelegen, verbindet der Canal de Bourgogne sie mit der Saône und der Yonne. Als Hauptstadt des Départements Côte-d’Or und der Region Bourgogne-Franche-Comté ist sie ein bedeutendes Verkehrs-, Handels- und Industriezentrum.
Die ältesten Spuren der Stadt reichen bis in die Hallstattzeit zurück, doch erst in gallo-römischer Zeit trug sie den Namen Divio. Im Mittelalter wurde sie unter den Herzögen von Burgund zu einer wichtigen Residenzstadt, die durch ihre Messen und das Stadtrecht an Bedeutung gewann. Die Herzöge wie Philipp der Kühne prägten die Stadt kulturell und politisch, etwa durch den Bau der Chartreuse de Champmol als Grabstätte ihres Geschlechts.
Dijon ist berühmt für seinen Senf und den Handel mit Burgunderweinen, doch auch architektonisch hat sie viel zu bieten. Die ehemalige Abteikirche Saint-Bénigne wurde zur Kathedrale erhoben, und das Parlament von Burgund tagte hier bis zur Revolution. Einst gastierte Mozart in der Stadt, und heute lockt sie mit einem botanischen Garten und einem Naturkundemuseum. Die Umgebung mit ihren Weinbergen und die lebendige Universität verleihen Dijon seinen besonderen Charme.