Dischingen liegt im Nordosten der Schwäbischen Alb, genauer im Härtsfeld, und ist die östlichste Gemeinde Baden-Württembergs. Die Egau, ein Nebenfluss der Donau, durchzieht das Gebiet von Norden nach Süden und prägt die Landschaft. Der höchste Punkt der Gemeinde ist der Ohrberg mit etwa 628 Metern, der niedrigste liegt am Egau-Austritt Richtung Ziertheim bei etwa 455 Metern. Im Westen grenzt Dischingen an Nattheim, im Norden an Neresheim, während die Nachbargemeinden im Osten und Süden zu Bayern gehören.
Die erste Besiedlung an der Egau geht auf die Alamannen zurück, die um 260 den römischen Limes überquerten. Urkundlich erwähnt wurde Dischingen erstmals im Jahr 1049. Im Mittelalter gehörte der Ort zur Grafschaft Dillingen, später wechselten die Herrschaftsverhältnisse mehrfach. Ein bedeutendes Ereignis war 1366, als Kaiser Karl IV. Dischingen das Marktrecht verlieh, das noch heute mit dem jährlichen Marktfest gefeiert wird. Bis ins 18. Jahrhundert blieb Dischingen katholisch und blieb von der Reformation unberührt.
Die Gemeinde besteht aus sieben Ortsteilen, darunter das namensgebende Dischingen sowie Ballmertshofen, Demmingen, Dunstelkingen, Eglingen, Frickingen und Trugenhofen. Besonders sehenswert ist das Schloss Taxis in Trugenhofen, das auf eine mittelalterliche Burg zurückgeht. Das Marktfest im Juli erinnert an das historische Marktrecht, während die umliegende Alblandschaft mit ihren Hügelgräbern und Wäldern zum Wandern einlädt.