Doksy liegt in Nordböhmen, eingebettet in eine waldreiche Landschaft am Südufer des Máchovo jezero. Der Robečský potok fließt durch das Tal, während sich im Südosten der markante Phonolithkegel des Bezděz mit seiner Burgruine erhebt. Die Stadt ist von sanften Hügeln umgeben und bietet damit eine malerische Umgebung.
Gegründet wurde der Ort 1264 von König Ottokar II. Přemysl als unbefestigtes Städtchen mit typischem Grundriss. Im Schutz der nahen Burg Bezděz lockte er deutsche Siedler an, die bald die Mehrheit stellten. Später prägten Landwirtschaft, Hopfenanbau und Textilindustrie das Leben, bis Sägewerke und der Tourismus im 19. und 20. Jahrhundert neue Wege eröffneten.
Heute ist Doksy vor allem als touristisches Zentrum bekannt, besonders durch das Máchovo jezero mit seinem lebhaften Erholungsgebiet. Das Schloss Hirschberg beherbergt Museen und ein Informationszentrum, während das jährliche Festival Mácháč elektronische Musik anzieht. Persönlichkeiten wie der Bühnenbildner Wilfried Minks oder der Benediktinermönch Angelus Waldstein verbinden den Ort mit überregionaler Kultur.