Dombóvár liegt im Süden Ungarns, umgeben von Donau, Drau und Plattensee. Die Stadt ist Teil des Komitats Tolna und beherbergt das Heilbad Gunaras, das für die Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates und Hautkrankheiten genutzt wird. Früher war die Region von schwäbischen Dörfern geprägt, doch nach dem Zweiten Weltkrieg blieben viele Ungarndeutsche in der Stadt.
Die Geschichte des Ortes reicht bis in die römische Zeit zurück, als hier eine Brücke über den Fluss Kapos stand. Später entstand eine Burg, die der Familie Dombó gehörte und der Stadt ihren Namen gab. Im 16. Jahrhundert hielt sich dort der Dichter Sebestyén Tinódi auf, der während seines Aufenthalts ein bedeutendes Werk schuf. Der Schriftsteller Gyula Illyés besuchte hier das Gymnasium.
Besonders sehenswert ist der Inselwald mit seinem Statuenpark, der an die Revolutionsregierung von 1848 erinnert. Das Thermalbad Gunaras bietet ganzjährig verschiedene Therapien und Freizeitmöglichkeiten. Das Lokalhistorische Museum zeigt archäologische Funde und traditionelle Handwerkskunst. Die Stadt ist auch für ihre Bildungseinrichtungen wie das Gyula-Illyés-Gymnasium bekannt, das zu den besten Schulen des Landes zählt.