Drösing liegt im östlichen Weinviertel an der March, die hier die Grenze zur Slowakei bildet. Die Marktgemeinde erstreckt sich über fast dreißig Quadratkilometer, wobei etwa ein Viertel des Gebiets von Wäldern bedeckt ist. Sie besteht aus den beiden Ortsteilen Drösing und Waltersdorf an der March, die jeweils eigene Katastralgemeinden bilden.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Drösing im Jahr 1293, als ein lokaler Adeliger eine Hofmarch zu Drezzing mit dem Ziel der Kirchengründung übertrug. Schon damals trug der Ort den Titel eines Marktes. Historische Quellen deuten auf eine gemischte Bevölkerung hin, in der sich Deutsche, Tschechen, Slowaken und Kroaten überlagerten. Im 19. Jahrhundert betrieb die Gemeinde eine lebhafte Wirtschaft mit Handwerkern, Händlern und Landwirten, darunter mehrere Gastwirte und Handwerksbetriebe.
Die katholische Pfarrkirche hl. Laurentius prägt das Ortsbild, während in Waltersdorf die Filialkirche hl. Michael steht. Die Gemeinde ist durch die Kaiser Ferdinands-Nordbahn erschlossen und unterhält eine Fähre über die March. Ein bekanntes Bauwerk ist die ehemalige Wasserburg, die heute nicht mehr erhalten ist. Persönlichkeiten wie der katholische Geistliche Joseph Deckert oder der Heimatdichter Georg Gaß stammen aus Drösing.