Auf einem Hügel in der weiten Ebene des Alentejo thront Elvas, eine Stadt im gleichnamigen Kreis nahe der spanischen Grenze. Die Landschaft wird vom Fluss Guadiana geprägt, der nicht weit entfernt fließt, während im Norden und Osten Nachbarorte wie Arronches und Campo Maior liegen. Die Stadt selbst ist bekannt für ihre gewaltigen Festungsanlagen, die zu den größten erhaltenen Bollwerken der Welt zählen und seit 2012 zum UNESCO-Welterbe gehören.
Die Geschichte Elvas reicht bis in die Altsteinzeit zurück, doch ihre heutige Bedeutung begann mit den Römern, die hier eine befestigte Siedlung vorfanden. Später übernahmen die Mauren die Stadt und verstärkten die Festungen, bis sie im 13. Jahrhundert endgültig unter portugiesische Herrschaft kam. Elvas spielte eine Schlüsselrolle in den Unabhängigkeitskriegen gegen Spanien, etwa in der Schlacht von 1659, die den Verlauf des Konflikts entscheidend prägte. Als Bischofssitz und Festungsstadt erlebte die Stadt wechselnde Phasen von Blüte und Niedergang, geprägt von Kriegen, Revolutionen und politischen Umbrüchen.
Heute beeindruckt Elvas vor allem durch seine monumentalen Bauwerke. Der über sieben Kilometer lange Amoreira-Aquädukt, mit seinen vier Stockwerken und weiten Bögen, ist ein Wahrzeichen der Stadt. Die Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen, Kirchen und Art-déco-Häusern steht unter Denkmalschutz, ebenso wie die ehemalige Kathedrale und das Kloster Santo Domingo. Mehrere Museen, darunter eines für moderne Kunst, bewahren das kulturelle Erbe. Die Stadt pflegt enge Beziehungen zu Badajoz in Spanien und feiert jährlich den Gedenktag der Schlacht von 1659.