Ely liegt auf einem Hügel mitten in den südlichen Fens, einer flachen Sumpflandschaft in East Anglia. Der Fluss Great Ouse durchzieht die Stadt, die einst als wichtiger Hafen diente, bis die Trockenlegung der Sümpfe im 17. und 19. Jahrhundert das Bild veränderte. Nur etwa 25 Kilometer nordöstlich von Cambridge gelegen, prägt die flache Umgebung mit ihren weiten Horizonten das Stadtbild.
Gegründet wurde Ely im Jahr 673 durch die heilige Æthelthryth, die hier eine Abtei errichtete und später als Schutzheilige der Stadt verehrt wurde. Ihre Geschichte ist eng mit Legenden um Keuschheit und Wunder verbunden, etwa ihrem unverwesten Leichnam noch Jahre nach ihrem Tod. Im Mittelalter wurde Ely zu einem Rückzugsort für aufständische Angelsachsen, die sich gegen die Normannen wehrten, bis sie 1071 kapitulierten. Die Gründung der Diözese 1109 festigte die Bedeutung der Stadt, die später auch als anglikanischer Bischofssitz diente.
Das markanteste Bauwerk ist die Kathedrale, deren oktogonaler Vierungsturm weithin sichtbar ist und als Meisterwerk der Architekturgeschichte gilt. Die Marienkapelle und das Stained Glass Museum in ihrem Inneren zeugen von der reichen Glasmalereitradition. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Oliver Cromwell House, in dem der spätere Lordprotektor lebte, und das Ely Museum im ältesten Gefängnis der Stadt. Die King’s School nutzt historische Gebäude wie die Monastic Barn und die Porta, die zur Kathedrale führt. Persönlichkeiten wie der Sänger Andrew Eldritch oder der Rugby-Trainer Clive Woodward verbinden sich mit Ely, das zudem eine Partnerschaft mit der dänischen Stadt Ribe pflegt.