Érd liegt am südwestlichen Rand Budapests im Komitat Pest, nahe der Donau. Der historische Kern Ófalu mit seinem markanten Minarett wirkt wie ein kleines Dorf, doch die Stadt selbst zählt zu den größten Ungarns. Ihr Name könnte sich vom ungarischen Wort für Wald oder Bach ableiten.
Schon vor 50.000 Jahren war die Gegend besiedelt, wie archäologische Funde belegen. Erstmals erwähnt wurde Érd im 13. Jahrhundert. Nach der Eroberung durch die Türken im 16. Jahrhundert blieb es fast 150 Jahre unter osmanischer Herrschaft, was seinen Namen Hamzabég prägte. Später fiel es an die Habsburger.
Heute beeindruckt Érd mit dem Minarett der Hamza-Bey-Moschee und der barocken St.-Michaels-Kirche. Reste der „Hundeburg“, einst ein Jagdschloss von König Matthias Corvinus, sind noch zu sehen. Die lockere Bauweise und die weiten Straßendörfer verleihen der Stadt einen ungewöhnlichen Charakter.