Ermua liegt im Baskenland, eingebettet in ein steiles Tal am Fluss Ego, einem Nebenfluss der Deba. Das Gelände ist unregelmäßig und beengt, weshalb die Gemeinde zu den dichtesten Siedlungsräumen der Region zählt. Nördlich grenzt Mallabia an, im Osten Eibar und im Süden Zaldibar. In den 1960er und 1970er Jahren wuchs Ermua stark an und entwickelte sich zur Schlafstadt für Eibar, da beide Orte industriell geprägt sind.
Die Gemeinde wurde vor allem durch ein tragisches Ereignis bekannt: 1997 wurde der Stadtrat Miguel Ángel Blanco von der baskischen Terrororganisation ETA entführt und später ermordet. Seine Geiselnahme und sein Tod lösten landesweite Reaktionen aus und führten zur Gründung des Foro de Ermua, einer Friedensbewegung für politische Freiheiten, die jedoch nur begrenzte Unterstützung fand.
Ermua ist an das Schmalspurbahnnetz Euskotren angeschlossen, das Bilbao mit San Sebastián verbindet. Der Bahnhof wurde modernisiert und umfasst einen neuen Tunnel sowie eine zweigleisige Hochlage. Bekannt ist die Gemeinde auch für ihre Persönlichkeiten, darunter der Radrennfahrer Igor Astarloa und die Handballspielerin Anne Erauskin Martínez.