Espelkamp liegt im Nordosten Nordrhein-Westfalens, eingebettet in die flache Norddeutsche Tiefebene. Die Stadt gehört zum Kreis Minden-Lübbecke und ist umgeben von sanften Moorniederungen und dem Fluss Große Aue, die das Gebiet entwässert. Im Norden grenzt sie an Rahden und Uchte, im Osten an Hille, im Süden an Lübbecke und im Westen an Stemwede und Preußisch Oldendorf. Die Landschaft ist geprägt von ausgedehnten Geestböden, die nur wenig fruchtbar sind, und kleinen Mooren wie dem Alten Moor oder dem Freimoor. Der höchste Punkt der Stadt ist ein Hügel in Fabbenstedt mit knapp 70 Metern, während das Stadtzentrum durchschnittlich auf etwa 45 Metern Höhe liegt.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Espelkamp im Jahr 1229 unter dem Namen „Aspelekampe“, vermutlich abgeleitet von einer dort ansässigen Adelsfamilie. Jahrhundertelang blieb der Ort ein kleiner Flecken unter dem Einfluss der Mindener Bischöfe und später Preußens. Nach der napoleonischen Zeit wurde Espelkamp Teil der preußischen Provinz Westfalen und entwickelte sich langsam zu einer eigenständigen Gemeinde. Wirtschaftlich litt die Region lange unter den kargen Böden, sodass viele Bewohner als Saisonarbeiter in den Niederlanden Arbeit suchten. Ein entscheidender Wandel begann 1938 mit dem Bau einer Heeresmunitionsanstalt, die später zur Grundlage für die heutige Stadt wurde.
Heute ist Espelkamp bekannt für seine moderne Stadtplanung und den Ruf als „Stadt im Wald“, da sie von ausgedehnten Kiefernwäldern umgeben ist. Im Zentrum liegt der Gabelweiher, und an der Großen Aue finden sich aufgestaute Seen wie der Große Auesee. Die Stadt wuchs nach dem Zweiten Weltkrieg als Plansiedlung für Vertriebene und entwickelte sich zu einem lebendigen Ort mit eigenem Charakter.