Ettal liegt im oberbayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen, etwa zehn Kilometer nördlich der Kreisstadt. Eingebettet ist der Ort zwischen dem Ammertal mit Oberammergau im Nordwesten und dem Loisachtal mit Oberau im Südosten, verbunden durch die Bundesstraße 23. Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Graswangtal bis zum Ettaler Weidmoos und reicht bis an das Ammergebirge heran. Fünf Gemeindeteile gliedern die Landschaft: das Pfarrdorf Ettal selbst, die Dörfer Graswang und Linderhof sowie die Einöden Dickelschwaig und Rahm.
Gegründet wurde Ettal durch Kaiser Ludwig den Bayern, der 1330 im Graswangtal das Kloster Ettal als Gelöbnis stiftete. Vor der Säkularisation 1803 war der Ort Sitz eines Klostergerichts, bevor sich nach dem Verkauf der Klostergebäude neue Familien ansiedelten. Die politische Gemeinde entstand 1818 aus den Bauern von Graswang und Linderhof sowie den Familien in Ettal. König Ludwig II. ließ ab 1869 auf dem Gelände von Linderhof das gleichnamige Schloss mit weitläufigen Parkanlagen errichten, das heute zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.
Prägend für Ettal sind das barockisierte Kloster mit seiner Kuppelkirche und das benachbarte Schloss Linderhof. Das Kloster beherbergt neben der Abtei ein Gymnasium mit Internat und eine Schnapsbrennerei. Die Gemeinde ist als Luftkurort anerkannt und Teil der Tourismusregion Ammergauer Alpen. Persönlichkeiten wie der Barockmaler Franz Ludwig Herrmann oder die Skirennläuferin Mirl Buchner verbinden ihren Namen mit dem Ort.