Evesham liegt in Worcestershire, England, in einer Flussschleife des Avon, der durch das fruchtbare Tal von Evesham fließt. Die Stadt ist etwa gleich weit von Worcester, Cheltenham und Stratford-upon-Avon entfernt und bekannt für ihren Obst- und Gemüseanbau, der durch günstige klimatische Bedingungen begünstigt wird. Saisonarbeiter prägen das Bild des Tals, wo viele von ihnen leben.
Die Gründung der Stadt geht auf eine Legende zurück: Ein Schweinehirt namens Eof soll hier eine Marienerscheinung gehabt haben, woraufhin der heilige Bischof Ecgwine eine Benediktinerabtei errichtete. Im Mittelalter wurde Evesham durch das große Kloster wohlhabend, das zu den bedeutendsten Europas zählte. Die Schlacht von Evesham 1265, in der Simon de Montfort fiel, markierte einen Wendepunkt. Nach der Auflösung der Klöster durch Heinrich VIII. blieb nur der Lichfield Bell Turm als Wahrzeichen übrig. Die Stadt überlebte und entwickelte sich zu einem Zentrum des Früchteanbaus.
Heute ist Evesham ein ruhiger Touristenort mit malerischen Flussufern, wo Besucher picknicken oder Bootsfahrten unternehmen. Das Almonry-Museum zeigt die Geschichte des Klosters, von dem nur noch der markante Turm und zwei Kirchen übrig sind. Jährlich finden Feste wie ein Heißluftballonfestival oder eine Regatta statt. Der lokale Dialekt „Asum“ und die Betonung des Stadtnamens spiegeln die Eigenheiten der Bewohner wider.