Fraga liegt im Tal des Cinca in der Provinz Huesca und ist Hauptort der Comarca Bajo Cinca. Die Stadt erstreckt sich auf beiden Seiten des Flusses und besteht aus zwei durch Brücken verbundenen Teilen: dem alten Zentrum und dem neueren Stadtteil. Mit einem Industriegebiet und einer Fläche, die zu den größten der Region zählt, ist Fraga der bedeutendste Ort in der katalanisch geprägten Franja de Aragón.
Die Geschichte Fragas reicht bis in vorrömische Zeiten zurück. Nördlich der Stadt befand sich die römische Villa Fortunatus, möglicherweise identisch mit der bei Ptolemäus erwähnten Stadt Gallica Flavia. Nach der maurischen Eroberung entstand die Stadt Medina Afraga, deren Kern bis heute erhalten ist. Im Mittelalter wechselte Fraga mehrfach die Herrschaft zwischen Saragossa, Lleida und Aragonien. Nach der Eroberung durch Alfons I. wurde sie 1149 endgültig eingegliedert und erhielt 1391 einen Markt. Im Spanischen Erbfolgekrieg erhielt die Stadt den Titel „ciudad“ und „vencedora y fidelísima“.
Fraga ist bekannt für seine landwirtschaftlich geprägte Umgebung, in der vor allem Pfirsiche und Äpfel angebaut werden. Historische Bauwerke wie die Pfarrkirche San Pedro mit ihren romanischen Kapitellen, der Palacio Montcada und die Burgruine prägen das Stadtbild. Die Villa Fortunatus außerhalb der Stadt zeugt von der römischen Vergangenheit. Eine jährliche Mustermesse und die verkehrsgünstige Lage an wichtigen Verkehrswegen unterstreichen die wirtschaftliche Bedeutung Fragas.