Friesack liegt im Havelland, wo der Alte Rhin zwischen Rhinkanal und havelländischem Hauptkanal fließt. Die Stadt ist von ausgedehnten Feldern, sumpfigen Wiesen und dichten Wäldern umgeben, darunter der Wald Zootzen. Nicht weit entfernt liegen die Städte Rathenow, Nauen, Kyritz und Neuruppin.
Erstmals erwähnt wurde Friesack im Jahr als Vrisac, ein Name slawischen Ursprungs, der auf Heidekraut verweist. Schon lange zuvor nutzten Jäger und Sammler das Gebiet, wie Funde aus der Steinzeit belegen. Später prägten Kriege und Brände die Geschichte, etwa während des Dreißigjährigen Krieges oder durch wiederholte Stadtbrände. Die Burg und das Herrenhaus fielen Flammen zum Opfer, während Kanäle und Straßen den Ort veränderten.
Heute ist Friesack vor allem für seine historische Verbindung zu den Bredowern bekannt, die hier einst lebten. Ein Denkmal für den Kurfürsten Friedrich I. erinnert an die Vergangenheit, während die Rosenkranzkapelle und das Heimatmuseum von der religiösen und kulturellen Entwicklung zeugen. Die Umgebung mit ihren Wäldern und Kanälen lädt zu Wanderungen ein.