Fürstenfeld liegt im Osten der Steiermark nahe der burgenländischen Grenze, wo die Feistritz ihr breites Tal verlässt. Die Stadt erstreckt sich auf einer flachen Terrassenstufe zwischen 255 und 300 Metern über dem Meeresspiegel, etwa zwanzig Meter über dem Talboden. Mit seiner Lage zwischen Graz und dem ungarischen Steinamanger bildet es ein wichtiges Zentrum für die Südoststeiermark, auch wenn die nächsten größeren Städte weit entfernt sind.
Die Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, doch die eigentliche Gründung der Stadt fällt ins 12. Jahrhundert. Damals ließ Markgraf Ottokar IV. von Traungau eine Burg errichten, um das Grenzland gegen Ungarn zu sichern. Aus einem kleinen Markt entstand durch planmäßige Erweiterung eine befestigte Stadt, die 1232 erstmals urkundlich als Forum et Civitas bezeichnet wurde. Im Mittelalter wurde Fürstenfeld immer wieder zum Schauplatz von Kriegen und Belagerungen, besonders durch ungarische und türkische Truppen. Nach Zerstörungen folgte jeweils der Wiederaufbau, etwa nach Bränden oder Plünderungen durch Hajduken und Kuruzen.
Heute prägen historische Bauwerke und moderne Einrichtungen das Bild der Stadt. In der Altstadt mit ihrem rechteckigen Grundriss stehen noch Teile der mittelalterlichen Wehranlage wie die Ungarbastei oder die Pfeilburg. Die Augustinerkirche und die Stadtpfarrkirche zeugen von der langen kirchlichen Tradition, während die Tabakfabrik in der Pfeilburg an die frühe Industrialisierung erinnert. Als Thermenhauptstadt der Region profitiert Fürstenfeld von seiner Nähe zu Kurorten wie Bad Waltersdorf und Bad Loipersdorf. Ein bekanntes Lied der Band S.T.S. hat die Stadt über die Grenzen der Steiermark hinaus bekannt gemacht.