Gallzein liegt im Tiroler Unterinntal, eingebettet zwischen den Ausläufern der Tuxer Alpen. Die Gemeinde erstreckt sich über sieben Weiler, die durch eine Straße mit Schwaz oder Buch verbunden sind. Der Bucherbach, auch Schwadererbach genannt, durchfließt das Gebiet in einem tiefen Graben und mündet bei Buch in den Inn. Im Osten des Grabens befinden sich Weiler wie Hochgallzein und Schöllerberg, während im Westen Koglmoos und Hof liegen. Der höchste Punkt ist das Gratzenjoch mit fast zweitausend Metern.
Der Name Gallzein stammt vermutlich aus dem Rätoromanischen und bedeutet „kleiner Hügel“. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im späten 12. Jahrhundert, als Besitz an ein bayerisches Stift übertragen wurde. Gallzein lag im Einflussbereich des Schwazer Bergbaus, wo im Mittelalter Silber und Kupfer gefördert wurden. Später spielte auch der Eisenabbau auf der Schwader Alm eine Rolle, der bis ins 19. Jahrhundert betrieben wurde. Eine geschlossene Dorfstruktur gab es nie, stattdessen verteilten sich die Höfe über das Land.
Die Gemeinde ist bis heute landwirtschaftlich geprägt, wobei viele Bewohner in Schwaz arbeiten. Eine Landesstraße verbindet Gallzein mit dem nahen Schwaz, das Bahn- und Autobahnanschluss bietet. Bekannt ist der Ort für seine beiden Kapellen, die Mariankapelle und die Kobaldkapelle. Das Gemeindewappen erinnert mit einem Rind an die traditionelle Viehzucht und mit Schlägel und Eisen an den historischen Bergbau am Falkenstein.