Ganshoren ist eine der Gemeinden im zweisprachigen Brüssel und liegt im Nordwesten der Stadt. Sie grenzt an Jette, Koekelberg und Berchem-Sainte-Agathe sowie an die flämische Gemeinde Asse. Trotz ihrer geringen Fläche von nur wenigen Quadratkilometern ist das Gebiet fast vollständig bebaut. Nur im Norden finden sich größere Grünflächen wie der Schlosspark Rivieren und der König-Balduin-Park.
Die Gemeinde wurde erstmals in historischen Quellen erwähnt, ohne dass ein genaues Datum überliefert ist. Prägend für ihre Entwicklung war die Lage an wichtigen Verkehrswegen, etwa der nach Kaiser Karl V. benannten Avenue Charles-Quint, die als Ausfallstraße und Autobahnzubringer dient. Wirtschaftlich lebte der Ort lange von Handel und Handwerk, bevor er durch die wachsende Stadt Brüssel eingemeindet wurde.
Besonders bekannt ist Ganshoren für seine markanten Bauwerke. Dazu zählt die Nationalbasilika des Heiligen Herzens auf dem Koekelberg, die teilweise auf dem Gemeindegebiet steht. Auch das Schloss von Rivieren und die Sümpfe von Ganshoren ziehen Besucher an. Politisch machte die Gemeinde Schlagzeilen, als Pierre Kompany, Vater des Fußballtrainers Vincent Kompany, als erster schwarzer Bürgermeister Belgiens amtierte. Heute prägen gemischte Wohnviertel und die verkehrsgünstige Anbindung durch Straßenbahn und Buslinien das Bild.