Garching bei München liegt im Norden des oberbayerischen Landkreises München und grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München, im Norden an Eching im Landkreis Freising sowie im Westen an Oberschleißheim und im Osten entlang der Isar an Ismaning. Die Stadt umfasst drei Gemeindeteile: den Hauptort Garching, das Dorf Dirnismaning mit rund Einwohnern und die Siedlung Hochbrück mit einem großen Industriegebiet im Westen. Im Nordosten befindet sich der Forschungscampus Garching. Das Stadtgebiet berührt mehrere Schutzgebiete wie das Naturschutzgebiet Mallertshofer Holz mit Heiden und das Landschaftsschutzgebiet Münchner Norden.
Erste Spuren einer Siedlung reichen bis in die Latènezeit und die Bronzezeit zurück, doch die erste urkundliche Erwähnung als Gouvirihhinga stammt aus dem Jahr 915 in Besitzurkunden des Klosters Tegernsee. Der Name wird mit dem Personennamen Gawirich oder einer wörtlichen Übersetzung in Verbindung gebracht. Im 12. Jahrhundert wurde Garching Herzogsgut der Wittelsbacher und später Teil Niederbayerns. Im 15. Jahrhundert erhielt der Ort dörfliche Sonderrechte, die 1799 bestätigt wurden. Die politische Gemeinde entstand 1818. Nach 1945 prägten Vertriebene und der Ausbau des Forschungsgeländes die Entwicklung.
Garching ist heute vor allem als Standort für Hochschulen und Forschungseinrichtungen international bekannt. Das Ortszentrum wurde in den 1980er Jahren neu gestaltet, darunter das Rathaus nach Plänen von Eberhard Schunck. Die Stadt pflegt Partnerschaften mit der norwegischen Gemeinde Lørenskog und der sächsischen Stadt Radeberg. Kulturell bietet Garching ein vielfältiges Programm mit Veranstaltungen im Bürgerhaus und Theater im Römerhof.