Gefrees liegt am westlichen Hang des Fichtelgebirges, eingebettet zwischen Waldstein und Ochsenkopf. Im Norden öffnet sich die Münchberger Gneisplatte, während sich im Süden das Maintal ausdehnt. Drei Bäche durchziehen das Gebiet: Ölschnitz, Lübnitz und Kornbach, wobei letzterer aus dem gleichnamigen Gemeindeteil kommt und in der Stadt in die Lübnitz mündet.
Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1366, doch bereits 1403 und 1444 wird er als Stadt bezeichnet. Seine Lage an einer wichtigen Straßenkreuzung prägte Gefrees als Rastplatz und Handelsort. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort mehrfach geplündert, darunter 1632 durch kroatische Truppen. Später, 1809, fand hier eine Schlacht statt, bei der Tausende Soldaten getötet oder verwundet wurden. Ein verheerender Brand zerstörte 1872 fast den gesamten Ort, woraufhin Kirche und Rathaus neu errichtet wurden.
Heute ist Gefrees vor allem für sein jährliches Volks- und Wiesenfest bekannt, das überregional Besucher anzieht. Die Johanneskirche und das Rathaus stammen aus der Zeit nach dem Stadtbrand. Die umliegende Landschaft mit ihren Bergen und Tälern lädt zu Wanderungen ein. Die Stadt verbindet damit historische Spuren mit lebendiger Tradition.