Genua liegt im Nordwesten Italiens am Ligurischen Meer, wo sich die Bucht tief ins Land schiebt und der Apennin steil aufragt. Die Stadt erstreckt sich etwa 35 Kilometer entlang der Küste und geht im Südosten in die Riviera di Levante über, im Südwesten in die Riviera di Ponente. Zwei Flüsse durchziehen das Stadtgebiet: der Bisagno im Osten und der Polcevera im Westen, die jeweils eigene Täler prägen.
Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis in die Antike reicht. Schon früh nutzten Seefahrer den natürlichen Hafen, und ein griechischer Friedhof aus dem vierten Jahrhundert vor Christus bezeugt frühe Verbindungen. Im Mittelalter entwickelte sich Genua zur mächtigen Republik Genua, die als Handelsmacht im gesamten Mittelmeerraum wirkte. Später prägten Industrialisierung und Hafenausbau die Stadt, die durch Zuwanderung aus ganz Italien wuchs.
Genua besticht durch seine historische Altstadt mit den Palazzi dei Rolli, prunkvollen Renaissance- und Barockbauten, die seit 2006 zum UNESCO-Welterbe gehören. Die Stadt wird oft „la Superba“ genannt, und ihre Prachtstraßen wie Le Strade Nuove spiegeln den einstigen Reichtum wider. Trotz der modernen Herausforderungen bleibt die Verbindung zum Meer und die lebendige Kultur der Stadt spürbar.