Geras liegt im nördlichen Teil des Waldviertels in Niederösterreich, eingebettet in eine von Wäldern und Feldern geprägte Landschaft. Die Stadt ist etwa 22 Kilometer von Horn entfernt und erstreckt sich über eine Fläche von rund 68 Quadratkilometern, wobei der Großteil der Fläche landwirtschaftlich genutzt wird und ein Drittel aus Wald besteht.
Die Geschichte Geras beginnt mit der Gründung des Prämonstratenser-Chorherren-Stifts im Jahr 1153 durch Ekbert und Ulrich von Pernegg. Lange Zeit prägte das Stift das Leben in der Region, bis die damalige Marktgemeinde 1928 zur Stadt erhoben wurde. Im 20. Jahrhundert wuchs Geras durch Eingemeindungen weiterer Ortschaften wie Fugnitz und Goggitsch.
Heute ist Geras vor allem für sein barockes Stift bekannt, das mit dem Schüttkasten und der Pfarrkirche Harth zu den kulturellen Höhepunkten zählt. Der Naturpark Geras lädt zu Wanderungen ein, während das alljährliche Erdäpfelfest die Verbindung zur regionalen Landwirtschaft feiert. Persönlichkeiten wie der „Kräuterpfarrer“ Benedikt Reinhold Felsinger oder der Historiker Joachim Angerer, der als Abt des Stifts wirkte, prägen das Bild der Stadt.