Gnadendorf liegt im Weinviertel am Nordrand der Leiser Berge, wo sich das Tal der Zaya weitet. Der Buschberg, mit 491 Metern die höchste Erhebung der Region, überragt das Gebiet und trägt eine markante Radarstation. Die Gemeinde erstreckt sich über etwa 48 Quadratkilometer, von denen fast ein Drittel bewaldet ist.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr als Gnannendorf, doch seine Geschichte war von Grenzkonflikten mit Ungarn und Böhmen geprägt. Immer wieder wechselten die Besitzer, bis schließlich die Familie Sinzendorf lange Zeit Einfluss nahm. Eine Ziegelei und verschiedene Handwerksbetriebe prägten einst das Wirtschaftsleben, während heute noch Spuren wie ein frühungarisches Reitergrab aus der Zeit um das Jahr auf die Vergangenheit verweisen.
Die sieben Ortsteile wie Eichenbrunn oder Pyhra gliedern das Gebiet, in dem mehrere Kirchen und Kapellen das Bild bestimmen. Schlossruinen und historische Forsthäuser ergänzen die Kulturlandschaft. Ein bekanntes Fest oder eine besondere Tradition wird nicht genannt, doch die Gemeinde pflegt ihr Erbe durch Sehenswürdigkeiten wie die Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer.