Sehenswürdigkeiten in Gnadenwald

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Kath. Pfarrkirche hl. Michael und Friedhof
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Sehenswürdigkeiten in Gnadenwald

4
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Kath. Pfarrkirche hl. Michael und Friedhof
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Veranstaltungsdaten der Österreich Werbung (CC BY 4.0). Ohne Gewähr — Termine können sich kurzfristig ändern oder entfallen.

Gnadenwald liegt im Tiroler Bezirk Innsbruck-Land, eingebettet in die sanften Hügel der nördlichen Inntalterrasse. Unterhalb des markanten Bettelwurfs erstreckt sich das weitläufige Gemeindegebiet, das sich aus verstreuten Weilern und den Kirchdörfern St. Martin und St. Michael zusammensetzt. Auf über 1500 Metern Höhe thronen die Hinterhornalm und die Walder Alm, die nur einen kurzen Fußmarsch voneinander entfernt sind. Der Ort ist auch ein Etappenziel am Tiroler Jakobsweg.

Schon in vorchristlicher Zeit war das Gebiet besiedelt, wie Funde aus der Eisenzeit belegen. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1071, als Besitzungen an ein Augsburger Stift übertragen wurden. Im Mittelalter prägten Schwaighöfe, Pulvermühlen und ein Steinbruch das wirtschaftliche Leben. Ein Kloster entstand 1445 als Einsiedelei und wurde später zum Magdalenerinnenkloster, bis es 1520 niederbrannte. Der Name Gnadenwald tauchte erst 1719 als Volksbezeichnung auf und setzte sich amtlich 1800 durch.

Besonders sehenswert ist die barocke Pfarrkirche hl. Michael, deren Wurzeln bis ins 11. Jahrhundert reichen. Ihre Deckenfresken zeigen das damalige Gnadenwald mit seinen beiden Kirchen und der Volkstracht. Die Benefiziatskirche zum Hl. Martin geht auf eine Kapelle aus der Missionszeit zurück und wurde nach einem Brand neu errichtet. An den Freiheitskämpfer Josef Speckbacher erinnert eine Gedächtniskapelle, während die Maria-Schutz-Kapelle oberhalb der Walder Alm ein Dankeszeichen der Heimkehrer nach dem Zweiten Weltkrieg ist.

Quellen (1)

Zahlen & Fakten

Einwohner
826
Fläche
11,49 km²
Seehöhe
879 m
Bezirk
Bezirk Innsbruck-Land

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