Gnesau liegt im oberen Gurktal, eingebettet in die Gurktaler Alpen. Der Hauptort befindet sich auf 973 Metern Höhe, während der höchste Punkt der Gemeinde auf der Lichteben 1966 Meter erreicht. Die Gurk durchfließt das Gebiet von Nordwest nach Südost und wird von mehreren Bächen wie dem Haidenbach und dem Görzbach gespeist. Die Gemeinde gliedert sich in vier Katastralgemeinden und umfasst zwölf Ortschaften.
Erstmals erwähnt wurde Gnesau im Jahr 1160 als „Gnesov“ in einer Urkunde des Klosters Admont. Der Name bezeichnete damals das gesamte obere Gurktal. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war das Land überwiegend im Besitz kirchlicher und weltlicher Grundherren. Die heutige Gemeinde entstand 1895, als sich die Katastralgemeinden Gurk, Gnesau, Mitteregg und Zedlitzdorf zu einer eigenständigen Gemeinde zusammenschlossen.
Besonders geprägt ist Gnesau durch seine beiden Kirchen: die romanische Katholische Pfarrkirche Hl. Leonhard und die neugotische Evangelische Pfarrkirche. Ein weiteres Highlight ist das Arboretum, ein begehbarer Baumgarten mit heimischen und seltenen Baumarten, der auch Ausgangspunkt des Gnesauer Holzkulturlehrpfades ist. Wirtschaftlich spielt die Holzindustrie eine zentrale Rolle, vertreten durch Unternehmen wie Holz Leeb. Die Gemeinde ist zudem Teil der Kärntner Holzstraße und pflegt eine Partnerschaft mit Hornstein im Burgenland.