Gomaringen liegt im Tal der Wiesaz, einem Nebenfluss der Steinlach, etwa zehn Kilometer südlich von Tübingen und elf Kilometer südwestlich von Reutlingen. Die Gemeinde gehört zur Region Neckar-Alb und zur Randzone der Metropolregion Stuttgart. Sie besteht aus den Ortsteilen Gomaringen und Stockach, wobei Gomaringen selbst aus dem Dorf, dem Weiler Hinterweiler und mehreren Häusern wie Bahnhof, Hammerwerk und Sägmühle besteht.
Erstmals erwähnt wurde Gomaringen im Jahr 1191 in einer Chronik des Berthold von Zwiefalten. Der Name deutet auf eine alemannische Besiedlung hin. Im Mittelalter wechselten die Besitzverhältnisse mehrfach, unter anderem zwischen dem Kloster Bebenhausen und den Herren von Gomaringen. Später gehörte der Ort zum Spital in Reutlingen, bevor er nach dem Dreißigjährigen Krieg württembergisch wurde. Der Schriftsteller Gustav Schwab lebte hier als Pfarrer und verfasste dort bedeutende Werke.
Besonders bekannt ist Gomaringen für sein Schloss, das einst Gustav Schwab als Pfarrsitz diente, sowie für die klassizistische evangelische Kirche. In Stockach finden sich hallstattzeitliche Grabhügel, und der Aidelberg ist eine grüne Oase mit Streuobstwiesen. Das Gustav-Schwab-Museum im Schloss widmet sich dem Leben und Werk des Dichters. Zudem ist Gomaringen für das christliche Festival Rock Without Limits und den Bikepark mit Deutschen Meisterschaften im Mountainbike bekannt.