Güstrow liegt inmitten Mecklenburg-Vorpommerns, etwa 40 Kilometer südlich von Rostock, an der Nebel, einem Nebenfluss der Warnow. Die Stadt ist von einer seen- und waldreichen Landschaft umgeben, zu der Seen wie der Inselsee mit der Schöninsel und der Parumer See gehören. Mit ihren Heidbergen und dem Bützow-Güstrow-Kanal bietet die Umgebung sowohl für Touristen als auch für Einheimische zahlreiche Möglichkeiten zur Erholung. Die Stadt selbst liegt durchschnittlich nur 14 Meter über dem Meeresspiegel, während die höchsten Erhebungen wie der Rehberg und der Mesterberg knapp über 50 Meter erreichen.
Die Geschichte Güstrows reicht bis ins frühe 12. Jahrhundert zurück, als bereits zwei Priester dorthin entsandt wurden. Um 1219 entstand die wendische Burg, die später zum Schloss umgebaut wurde, und die Stadt erhielt das Schweriner Stadtrecht. Güstrow war lange Zeit Residenzstadt der Herren zu Werle und entwickelte sich zu einem wirtschaftlichen Zentrum mit Handwerkern, Kaufleuten und Brauern. Berühmt wurde die Stadt durch das Kniesenack-Bier, das in ganz Deutschland bekannt war. Im 16. und 17. Jahrhundert diente Güstrow erneut als Residenz der Herzöge von Mecklenburg, darunter zeitweise auch Albrecht von Wallenstein.
Güstrow ist heute vor allem für seine historische Altstadt mit wertvollen Bauwerken und den Dom mit dem berühmten „Schwebenden“ von Ernst Barlach bekannt. Die Stadt trägt den Beinamen „Barlachstadt“ und beherbergt eine der ältesten Schulen im deutschen Sprachraum, die Domschule. Zudem ist Güstrow Sitz der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege. Regelmäßige Veranstaltungen und das kulturelle Erbe machen die Stadt zu einem Anziehungspunkt in der Region.