Habry liegt im tschechischen Hochland an der Sázavka, einem Bach, der am Stadtrand einen Teich speist. Die Stadt befindet sich in einer hügeligen Landschaft, umgeben von Wäldern und Feldern, und ist über mehrere Staatsstraßen mit umliegenden Orten verbunden. Nachbarorte wie Frýdnava im Norden oder Leškovice im Osten prägen die ländliche Umgebung.
Erstmals erwähnt wurde Habry im Jahr 1101 in einer Chronik, als Truppen auf dem Weg nach Prag durch den Ort zogen. Im Mittelalter entwickelte es sich zu einem Marktflecken mit eigenem Wappen und später zu einem regionalen Zentrum mit eigenem Gericht. Doch ohne Eisenbahnanschluss verlor die Stadt an Bedeutung und büßte zeitweise sogar ihre Stadtrechte ein, bevor sie 1990 wieder diesen Status erhielt.
Besonders sehenswert sind die barocke Kirche Mariä Himmelfahrt und das Schloss, das einst als Schule diente. Ein historischer Tisch erinnert an den Hussitenführer Žižka, während eine ehemalige Synagoge heute als Kino genutzt wird. Berühmte Söhne der Stadt waren unter anderem der Arbeiterführer František Chleborad und der Politiker Adolf Stránský.