Halbe liegt im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald, umgeben von Wäldern und Mooren im Einzugsbereich der Dahme. Die Gemeinde grenzt an die Städte Teupitz und Märkisch Buchholz sowie an Baruth im Norden und die Gemeinden Groß Köris und Krausnick-Groß Wasserburg im Süden.
Erstmals taucht Halbe 1546 in einem Lehnsbrief auf, als die Adelsfamilie von Landsberg dort Güter besaß. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Dorf fast entvölkert, doch im 18. Jahrhundert entstanden ein Vorwerk mit Schäferei und sogar ein Weinberg. Später prägten Ziegeleien und die Eisenbahnlinie Berlin–Görlitz die Entwicklung, während sich im 20. Jahrhundert ein jüdisches Siedlungsprojekt ansiedelte, das jedoch scheiterte.
Heute ist Halbe vor allem durch die Schlacht von Halbe bekannt, die 1945 zu den blutigsten des Zweiten Weltkriegs zählte. Das ehemalige Schloss Briesen, einst von Adelsfamilien bewohnt, dient heute als Bildungseinrichtung. Die Gemeinde umfasst mehrere Ortsteile wie Briesen mit seinem Herrenhaus oder Oderin, wo sich Spuren der Vergangenheit finden.