Hameln liegt in Niedersachsen an der Weser, wo der Fluss von den Hügeln des Weserberglands im Westen und des Leineberglands im Osten begleitet wird. Die Stadt ist von einem Abschnitt der Oberweser durchflossen, in den die Hamel und die Humme münden. Südwestlich von Hannover breitet sich der Naturpark Weserbergland Schaumburg-Hameln um die auf 68 Meter Höhe gelegene Stadt aus, während sich im Westen der 258 Meter hohe Klüt mit seinem Aussichtsturm und Restaurant erhebt.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Steinzeit zurück, doch als Ort mit dörflichen Strukturen wird Hameln erstmals im Zusammenhang mit dem Benediktinermönch Erkanbert erwähnt, der um 790 hier wirkte. Ein Benediktinerkloster entstand 851 an einem wichtigen Weserübergang, woraus sich eine Marktsiedlung entwickelte, die um 1200 als Stadt genannt wird. Im Mittelalter wechselte die Stadtherrschaft zwischen Fulda, Minden und den Grafen von Everstein, bis die Stadt 1277 ihre Rechte bestätigt bekam. Berühmt wurde Hameln durch die Sage vom Rattenfänger, die auf Ereignisse des Jahres 1284 zurückgeht und bis heute das Bild der Stadt prägt.
Die Altstadt zeigt noch heute die prächtigen Bauten der Weserrenaissance, die im 16. Jahrhundert während eines wirtschaftlichen Aufschwungs entstanden. Die ehemalige Festung Hameln, zu der auch der Klütturm gehört, war einst eine der stärksten Befestigungen des Kurfürstentums Hannover. Die Stadt ist Teil der Deutschen Märchenstraße und trägt offiziell den Beinamen Rattenfängerstadt Hameln.