Haus im Ennstal liegt im obersten Teil des steirischen Ennstals, eingebettet zwischen der Dachstein-Hochfläche im Norden und den Schladminger Tauern im Süden. Der Hauser Kaibling, ein markanter Berg südlich der Enns, gilt als Hausberg und ist durch die Schladminger-Tauern-Seilbahn erschlossen. Geologisch gliedert sich das Gebiet in die Nördlichen Kalkalpen nördlich des Flusses und die kristallinen Schladminger Tauern südlich davon.
Die erste Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 927, als ein bayerischer Adeliger seine Besitzungen mit einem befestigten Gebäude dem Salzburger Erzbischof überließ. Haus entwickelte sich zu einem kirchlichen Zentrum und verwaltete als Hauptpfarrsitz zahlreiche Diözesanpfarren. 1786 wechselte die Region von der Diözese Salzburg zur neu gegründeten Diözese Leoben. Historische Bauwerke wie eine Barockkirche und eine romanische Katharinenkapelle zeugen noch heute von dieser Vergangenheit.
Heute ist Haus vor allem als Wintersportort bekannt, der internationale Ski-Weltcuprennen ausrichtet. Der Tourismus prägt die Wirtschaft, ergänzt durch Handwerk, Gewerbe und Land- und Forstwirtschaft. Regelmäßige Veranstaltungen wie das Ski-Opening oder das Hauser Sängertreffen bereichern das kulturelle Leben. Die Gemeinde beherbergt zudem Museen zur Regionalgeschichte und zum Wintersport. Persönlichkeiten wie der Benediktinerabt Guido Schenzl oder der Physiker Gustav Ortner stammen aus Haus.