Heimschuh liegt im Sulmtal, eingebettet zwischen dem Seggauberg im Osten und dem Königsberg im Westen, die das Tal wie natürliche Talsperren einengen. Auf etwa 300 Metern Höhe über dem Meeresspiegel steigt das Gelände bewaldet auf über 400 Meter an, während fast die Hälfte der Fläche landwirtschaftlich genutzt wird. Die Gemeinde umfasst fünf Katastralgemeinden und sechs Ortschaften, darunter Nestelberg, das 1968 eingemeindet wurde.
Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Römerzeit zurück, als eine Straße von Flavia Solva nach Virunum über das Heimschuher Becken führte. Im 11. Jahrhundert entstand der Ort vermutlich durch die Grafen von Heunburg, erstmals urkundlich erwähnt wurde er 1144 als „marchia apud hempsach“. Der Name leitet sich von einem althochdeutschen Personennamen und einem Waldstück ab. Eine Wehranlage am Königsberg und eine frühere Pfarrkirche zeugen von der mittelalterlichen Vergangenheit.
Heute prägen die katholische Pfarrkirche mit dem Schutzheiligen Sigismund das Ortsbild. Die Gemeinde setzt auf nachhaltige Energie, etwa durch eine Energiegemeinschaft mit Photovoltaikanlagen und Stromspeichern. Seit 2012 verbindet eine Partnerschaft Heimschuh mit der slowenischen Gemeinde Bistrica ob Sotli, besiegelt beim Schutzengelfest. Die Sulmtal Straße B74 verbindet den Ort mit Leibnitz und Deutschlandsberg, während der nächste Bahnhof in Leibnitz liegt.