Hilzingen liegt im westlichen Hegau, eingebettet in ein von sanften Hügeln geprägtes Tal. Der Ort wird vom Mühlenbach durchflossen, der kurz nach dem Dorf in den Rohrbach mündet. Im Norden grenzt Hilzingen an die Stadt Engen, im Osten an Singen, im Süden an Rielasingen-Worblingen und Gottmadingen sowie im Westen an die Schweizer Gemeinde Thayngen. Der Ort ist Teil des Landkreises Konstanz in Baden-Württemberg.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus der Römerzeit, als hier Münzen geprägt wurden. Später hinterließen Alamannen ihre Spuren, deren Gräber im 6. und 7. Jahrhundert entstanden. Die erste urkundliche Erwähnung als Hiltesinga datiert aus dem Jahr 1005. Im Mittelalter gehörte Hilzingen zur Landgrafschaft Nellenburg unter habsburgischer Herrschaft. Während des Bauernkriegs spielte der Ort eine Rolle, als sich hier 1524 die Hegauer Bauern verbündeten. Nach wechselnden Besitzverhältnissen wurde Hilzingen 1803 Sitz eines Obervogteiamtes im Großherzogtum Baden.
Hilzingen besticht durch seine historischen Bauwerke wie die Burgruinen auf dem Gemeindegebiet und die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul, die im 18. Jahrhundert von Peter Thumb errichtet wurde. Das Bürger- und Bauernmuseum im Schlosspark erinnert an die lokalen Ereignisse des Bauernkriegs. Die Gemeinde pflegt Partnerschaften mit Lizzano in Belvedere in Italien und Stolpen in Sachsen. Durch die Autobahn 81 und die Bundesstraße 314 ist Hilzingen verkehrlich gut angebunden.