Hinterzarten liegt im Südschwarzwald, wo der Ort als Höhenluftkurort zwischen 740 und 1400 Metern Höhe reicht – vom tiefsten Punkt am Sternenrank bis nahe an den Feldberg, den höchsten Berg des Schwarzwalds. Der Zartenbach durchfließt das Gebiet und färbt sich in Teilen des Löffeltals rot. Die Gemeinde grenzt an Breitnau, Titisee-Neustadt, Lenzkirch, Feldberg und Oberried und gehört zum Naturpark Südschwarzwald.
Erstmals erwähnt wurde der Ort 1148 mit der Weihe der St. Oswaldkapelle im Höllental, die als Keimzelle der späteren Pfarrgemeinde gilt. Im 13. Jahrhundert entwickelte sich Hinterzarten zu einem Wallfahrtsort, angezogen von einer Schwefelquelle, deren Heilwirkung später jedoch nicht mehr nachweisbar war. Wirtschaftlich prägten Viehzucht, Holzverarbeitung und die Herstellung hölzerner Uhren und Löffel das Leben, bis im 19. Jahrhundert erste Skisportanlagen entstanden.
Heute ist Hinterzarten vor allem für seine Verbindung zu Natur und Wintersport bekannt. Die Ravennaschlucht und der Säbelthomaweg führen durch malerische Landschaften, während das Schwarzwälder Skimuseum und das Adler-Skistadion die Geschichte des Skisports dokumentieren. Ein besonderes Ereignis war die Hochschulreformkonferenz 1952, die hier stattfand. Seit 1964 trägt der Ort den Titel Heilklimatischer Kurort.