Hitzacker liegt im Norden des Landkreises Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen, eingebettet zwischen den Elbhöhen und der Elbtalaue. Die Stadt erstreckt sich an der Mündung der Jeetzel in die Elbe, wo sich die Landschaft von den flachen Niederungen der Altstadt bis zu den bis zu 86 Meter hohen Erhebungen des Kniepenbergs bei Drethem spannt. Die Elbhöhen gehören naturräumlich bereits zur Lüneburger Heide, während die Altstadt in der fruchtbaren Elbtalaue liegt.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung finden sich bereits in der Bronzezeit am Hitzackersee. Slawen errichteten im 8. Jahrhundert auf dem Weinberg eine Ringwallanlage, die Weinbergsburg, die später zur mittelalterlichen Burg ausgebaut wurde. Die eigentliche Stadtgründung erfolgte 1258, nachdem die Burg ihre Bedeutung verloren hatte. Hitzacker entwickelte sich zu einem wichtigen Handelszentrum, doch Kriege und Brände prägten seine Geschichte: Schwedische Truppen plünderten 1642 Schloss und Stadt, und im 17. Jahrhundert fiel ein Großteil der Bebauung Bränden zum Opfer. Die Region war zudem Schauplatz der Hexenverfolgung und litt unter den Folgen des Zweiten Weltkriegs, als ein geheimes Großtanklager bei Bombenangriffen zerstört wurde.
Die Stadt beeindruckt mit historischen Bauwerken wie der St.-Johannis-Kirche aus dem 12. Jahrhundert und dem Zollhaus von 1589 auf der Stadtinsel. Das Archäologische Zentrum und das Museum Das Alte Zollhaus dokumentieren die reiche Vergangenheit, während die Hochwasserschutzwand und das Schöpfwerk auf die modernen Herausforderungen hinweisen. Hitzacker ist als Luftkurort bekannt und bietet mit dem Kurgebiet, den Sommerlichen Musiktagen und den nachgebildeten Zwergenfiguren auf dem Marktplatz kulturelle Highlights. Die Schützengilde von 1395 zählt zu den ältesten Europas und unterstreicht die lebendige Tradition der Stadt.