Holštejn liegt versteckt im Mährischen Karst, etwa elf Kilometer östlich von Blansko. Das Dorf schmiegt sich in ein enges Tal, durch das der Holštejner Bach fließt und dabei zwei historische Mühlen antreibt. Westlich erhebt sich eine schmale, langgezogene Felsformation, auf der die Ruinen der Burg Holštejn thronen. Südlich der Burg schlängelt sich der Bach durch eine von Höhlen und Dolinen durchsetzte Felslandschaft. In der weiteren Umgebung prägen Steinbrüche das Bild.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1334, doch bereits vor 1321 gehörte er den Herren von Holstein, die ihren Namen von der Burg ableiteten. Diese blieb bis 1437 in ihrem Besitz, doch schon 1430 galt Holštejn als Städtchen. Zwischen 1535 und 1550 fiel der Ort wüst, bis 1791 auf dem Gelände des alten Herrenhofs das heutige Dorf entstand.
Das Besondere an Holštejn sind die markanten Karstfelsen, die seit jeher Kletterer anziehen. Hier schuf Adam Ondra 2011 mit der Route *Perlorodka* vermutlich die schwerste Kletterroute Tschechiens. Die Burgruine und die umliegenden Felsen mit ihren Höhlen verleihen der Landschaft ihren unverwechselbaren Charakter.