Hrabyně liegt im Osten Tschechiens, umgeben von sanften Hügeln und Wäldern. Nur wenige Kilometer entfernt liegen die Städte Opava, Bílovec und Hlučín, während Kravaře etwas näher im Norden liegt. Das Dorf ist Teil der Region Moravskoslezský kraj und erstreckt sich über eine leicht hügelige Landschaft.
Erstmals taucht der Ort im Jahr 1377 in historischen Aufzeichnungen auf, als das Herzogtum Troppau nach dem Tod eines Herzogs aufgeteilt wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte Hrabyně mehrfach den Besitzer, darunter Adelsfamilien wie die von Bítov und von Füllstein. Eine Holzkapelle aus dem späten 15. Jahrhundert markiert einen frühen Höhepunkt seiner Geschichte. Im 17. Jahrhundert entstand unter neuer Herrschaft ein Barockschloss, eine Kirche und ein Spital, bevor Kaiser Joseph II. dem Ort 1780 Stadtrechte verlieh. Im 20. Jahrhundert erlebte Hrabyně schwere Zerstörungen gegen Ende des Zweiten Weltkriegs.
Heute prägen vor allem das Barockschloss mit seinem Park und die Wallfahrtskirche das Ortsbild. Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und der Ortsteil Josefovice ergänzen das historische Ensemble. Berühmte Persönlichkeiten wie der Volkswirtschaftler Karel Engliš stammen von hier. Die malerische Umgebung und die gut erhaltenen Bauwerke machen den Ort zu einem lohnenden Ziel für Besucher.