Ypern liegt in der flämischen Provinz Westflandern, Belgien, eingebettet in eine flache Landschaft mit fruchtbaren Böden. Die Stadt wird von der Ieperlee durchflossen und ist umgeben von Orten wie Boezinge, Elverdinge und Zillebeke. Mit ihren mittelalterlichen Wurzeln und der Rolle als Handelszentrum prägt sie seit Jahrhunderten die Region.
Erstmals erwähnt wurde Ypern im Mittelalter, als Graf Balduin II. die Stadt zur Abwehr der Normannen befestigte. Im späten 13. Jahrhundert zählte sie zu den mächtigsten Städten Flanderns, geprägt durch den blühenden Tuchhandel. Berühmte Persönlichkeiten wie der Wundarzt Jan Yperman wirkten hier. Im 20. Jahrhundert wurde Ypern zum Symbol des Schreckens des Ersten Weltkriegs, als deutsche Truppen erstmals Giftgas einsetzten und die Stadt schwer zerstört wurde.
Heute ist Ypern vor allem für ihre historischen Bauwerke bekannt, darunter die gotischen Tuchhallen mit ihrem markanten Belfried und die Sankt-Martins-Kathedrale. Die Gedenkstätte Menenpoort und das Museum In Flanders Fields erinnern an die Schrecken des Krieges. Der Bellewaerde Park lockt Besucher in die Umgebung, während die Ypern-Rallye Motorsportfans anzieht. Die Stadt lebt von Handel, Tourismus und einer lebendigen Erinnerungskultur.