Ihringen liegt am Südhang des Kaiserstuhls, nur wenige Kilometer westlich von Freiburg im Breisgau. Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Ihringen am Kaiserstuhl und Wasenweiler, wobei der höchste Punkt der Region, der Totenkopf, in unmittelbarer Nähe aufragt. Das milde Klima mit vielen Sonnenstunden begünstigt nicht nur den Weinbau, sondern ermöglicht auch das Gedeihen mediterraner Pflanzen wie Mandelbäume und Palmen. Seltene Tiere wie Smaragdeidechsen und Bienenfresser finden hier ihr Zuhause.
Erste Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Bronzezeit zurück, darunter eine bedeutende keltische Grabhügelgruppe und eine befestigte Höhensiedlung aus dem 6. Jahrhundert vor Christus. Urkundlich erwähnt wurde Ihringen erstmals im Jahr 962, während Wasenweiler 1000 als Uuasenuuilara genannt wurde. Beide Orte waren über Jahrhunderte unterschiedlichen Herrschaften unterworfen: Ihringen gehörte zur Markgrafschaft Baden-Durlach, während Wasenweiler unter dem Einfluss des Deutschen Ordens stand. Die konfessionelle Spaltung – evangelisch in Ihringen, katholisch in Wasenweiler – prägt bis heute das Bild der Gemeinde.
Ihringen ist vor allem als Weinbaugemeinde bekannt, was sich auch im Wappen widerspiegelt: Es zeigt einen roten Schrägbalken für die badische Herrschaft und eine goldene Weintraube mit Rebmesser. Die evangelische Kirche in Ihringen und die katholische Kirche Mariä Himmelfahrt in Wasenweiler sind prägende Bauwerke. Einst gab es hier auch eine jüdische Gemeinde, deren Synagoge in der Pogromnacht zerstört wurde. Heute erinnert der Synagogenplatz an dieses Kapitel der Ortsgeschichte.