Ilok liegt als östlichste Stadt Kroatiens auf einem Hügel hoch über der Donau, die hier die Grenze zur serbischen Vojvodina bildet. Die Gemeinde erstreckt sich über das fruchtbare Hügelland der historischen Region Syrmien, wo Weinbau und Landwirtschaft seit jeher das Bild prägen. Eine Brücke verbindet die Stadt mit dem serbischen Bačka Palanka auf der anderen Flussseite.
Erstmals besiedelt war das Gebiet bereits in der Jungsteinzeit, später errichteten die Römer hier das Kastell Cuccium als Teil des Donaulimes. Die Slawen ließen sich ab dem 6. Jahrhundert nieder, bevor Ungarn und Bulgaren die Herrschaft übernahmen. Urkundlich taucht Ilok im 12. und 13. Jahrhundert unter wechselnden Namen wie „Vylok“ auf. Nach der osmanischen Eroberung wurde es im 16. Jahrhundert zum Zentrum des Sandschaks Syrmien. Erst 1697 endete die türkische Herrschaft, und die Habsburger übernahmen die Verwaltung.
Die mittelalterliche Burg mit ihrer fast einen Kilometer langen Wehrmauer gilt als eine der besterhaltenen Festungen Kroatiens. Daneben zeugen ein Franziskanerkloster, ein türkisches Bad und ein Mausoleum von der bewegten Geschichte unter verschiedenen Herrschern. Ilok ist zudem ein bekanntes Weinbaugebiet, wo Sorten wie Traminer und Graševina gedeihen. Die Stadt pflegt kulturelle Brücken zwischen Ost und West, was sich in ihren Bauwerken und Vereinen widerspiegelt.