Innerbraz liegt versteckt im Klostertal, wo die Alfenz durch das Tal fließt. Die Gemeinde erstreckt sich zwischen den Orten Außerbraz und Dalaas und reicht bis zu den Hängen der Masonalpe im Norden, wo Gipfel wie der Pitschikopf und der Schafberg aufragen. Im Süden steigt das Gelände im Garnilawald bis auf etwa 1800 Meter an, während die Gemeindegrenze ungewöhnlicherweise nicht am Kamm, sondern nahe der Waldgrenze verläuft. Mit einer Fläche von zwanzig Quadratkilometern ist das Gebiet zu mehr als der Hälfte bewaldet, während ein Viertel aus hochalpinem Gelände besteht.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1282, was ihn zur ältesten Siedlung im Klostertal macht. Der Name leitet sich vermutlich vom lateinischen „prates“ für Wiese ab. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Herrschaft zwischen Habsburgern, Bayern und Österreich, bis Innerbraz 1861 Teil des Bundeslandes Vorarlberg wurde. Ein prägendes Ereignis war die Eröffnung der Arlbergbahn 1884, die mit den Bahnhöfen Braz und Hintergasse das Tal erschloss. Bekannt wurde der Ort 1995 durch einen schweren Eisenbahnunfall, ausgelöst durch eine Mure, die eine Brücke zerstörte.
Innerbraz prägen vor allem seine Kirchen und Kapellen, darunter die katholische Pfarrkirche zum heiligen Nikolaus und die Maria-Hilf-Kapelle. Das Gemeindebild wird von den umliegenden Bergen geprägt, die Wanderer und im Winter Langläufer anziehen. Ein Freibad ergänzt das Freizeitangebot. Persönlichkeiten wie der Politiker Alois Dietrich oder die Schriftstellerin Elisabeth Ebenberger haben hier gelebt oder wirken bis heute. Die Arlberg Schnellstraße durchquert das Tal und verbindet Innerbraz mit dem überregionalen Verkehrsnetz.