Jince liegt im Herzen Böhmens, eingebettet in ein von Bergen umschlossenes Tal. Der Fluss Litavka durchschneidet hier das Gelände und prägt die Landschaft. Im Norden erhebt sich der Plešivec, im Osten der Písek, während im Südwesten der Vystrkov und im Nordwesten der Špičák die Umgebung bestimmen. Nachbarorte wie Rejkovice oder Běštín sind nur wenige Kilometer entfernt.
Die Geschichte des Ortes ist eng mit dem Eisenbergbau verbunden, der bereits im Mittelalter blühte. Erstmals erwähnt wird Jince im Jahr 1390, als eine Eisenhütte erneuert wurde. Später übernahmen die Wratislaw von Mitrowitz die Herrschaft und bauten 1646 den ersten Hochofen. Im 18. Jahrhundert entstand das Barockschloss, und Anfang des 19. Jahrhunderts forschte hier der Paläontologe Joachim Barrande nach Fossilien.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild: die barocke Kirche St. Nikolaus, der Hochofen Barbora als technisches Denkmal und das umgebaute Schloss. Einstiger Ruhm des Ortes war der Violinist Josef Slavík, der hier geboren wurde. Die Gemeinde gliedert sich in mehrere Ortsteile und bewahrt so ihre gewachsene Struktur.