Jonschwil liegt im Kanton St. Gallen und gehört zum Wahlkreis Wil. Die Gemeinde setzt sich aus den Dörfern Jonschwil und Schwarzenbach, dem Weiler Bettenau sowie einem Teil von Oberrindal zusammen. Durch das Gebiet fließt die Thur, nahe bei Wil und Oberuzwil. Der Wildberg ist mit etwa 800 Metern der höchste Punkt und bietet Aussicht auf Toggenburg, Churfirsten und den Alpstein. Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Bettenauer Weiher zwischen Oberuzwil und Jonschwil.
Die ersten schriftlichen Spuren stammen aus dem 8. Jahrhundert: Bettenau wurde 772 oder 775 erwähnt, Schwarzenbach 779 und Jonschwil am 20. Mai 796 als Johannis vilare. Im Frühmittelalter besaß die Abtei St. Gallen hier Grundbesitz, den sie an Adlige verlieh. Eine dem heiligen Martin geweihte Kirche ist für 814 belegt. Um 840 soll hier der Gelehrte Notker Balbulus geboren worden sein. Im 10. Jahrhundert bestand vermutlich ein klösterliches Eigenkloster mit Getreideanbau. Später gab es Niedergerichte und Freigerichte, bis 1556 ein Dorfrecht die Ordnung festlegte. Die Pfarrkirche wurde 1866 bis 1870 neu erbaut und stand unter dem Patronat der Abtei St. Gallen.
Jonschwil ist bekannt für seine Open-Air-Veranstaltungen, die seit den 2000er-Jahren als „Konzertdorf“ gefeiert wurden. Höhepunkte waren Auftritte internationaler Bands wie Metallica, die 2008 vor über 35.000 Zuschauern spielten. Auch das Sonisphere Festival mit Thrash-Metal-Bands lockte 2010 rund 45.000 Besucher an. Nach chaotischen Zuständen durch Regen wurde die Tradition großer Events jedoch beendet. Die Gemeinde beherbergte zudem bedeutende Persönlichkeiten wie den Gelehrten Notker Balbulus und den Schriftsteller Heinrich Federer, der hier als katholischer Kaplan wirkte.