Josefov, auf Deutsch Josefsdorf genannt, liegt im Nordwesten Tschechiens, etwa sieben Kilometer nordwestlich von Sokolov. Eingebettet in 525 Metern Höhe am rechten Ufer der Svatava, auch Zwodau genannt, gehört die Gemeinde zur Region Karlovarský kraj. Die Landschaft wird geprägt durch das Flusstal und die umliegenden Hügel.
Der Ort entstand erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts und ist damit der jüngste Teil der heutigen Gemeinde. Sein Name geht auf die Gründung zurück, während die Geschichte der Region viel älter ist: Schon im 12. Jahrhundert stand hier die Burg Hartenberg, die 1230 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Sie war lange Sitz der Herrschaft Hartenberg, zu deren Besitzern auch die Grafen Schlick zählten. Im 17. Jahrhundert wandelte sich die Burg zu einem Schloss, während das Dorf Hartenberg aus bescheidenen Anfängen wie einem Meierhof und einer Schäferei wuchs. Nach der Auflösung der Grundherrschaften im 19. Jahrhundert gehörten Hartenberg und Josefsdorf zunächst zu Werth, Robesgrün blieb eigenständig. Erst 1990 erhielt Josefov wieder seine Selbstständigkeit zurück.
Heute ist Josefov vor allem durch die malerische Schlossruine Hartenberg bekannt, die über dem Zwodautal thront. Die Gemeinde umfasst mehrere Ortsteile wie Hřebeny, Luh nad Svatavou und Radvanov, die jeweils eigene Katastralbezirke bilden. Ein bedeutender Sohn der Region ist Eduard Schömer, ein Textilarbeiter und Gewerkschafter, der als SPD-Abgeordneter im Oldenburgischen Landtag wirkte.