Kadaň liegt in Nordböhmen am Fluss Eger, südwestlich der Stadt Chomutov. Unweit des historischen Zentrums befinden sich zwei große Kraftwerke, eines im Norden und eines im Osten. Die Stadt ist von mehreren Ortsteilen umgeben, darunter einige mit historischen deutschen Namen.
Die ersten Spuren einer Besiedlung reichen bis ins 8. Jahrhundert zurück, doch der heutige Ort entstand vermutlich Ende des 11. Jahrhunderts. Im Mittelalter wurde Kadaň zur freien Königsstadt erhoben und erhielt eine Burg sowie ein Kloster. Später spielte sie eine Rolle in politischen Verträgen und erlitt schwere Zerstörungen während des Dreißigjährigen Kriegs.
Heute prägen das historische Stadtzentrum mit seiner mittelalterlichen Befestigung und mehreren Kirchen das Bild. Ein jährliches Fest erinnert an den Besuch Karls IV. im 14. Jahrhundert. Die Stadt unterhält Partnerschaften mit Orten in Deutschland und Belgien und bewahrt das Andenken an ihre wechselvolle Geschichte.