Kirn liegt im Nahetal, eingebettet zwischen steilen Hängen und markanten Quarzitfelsen, die als „Kirner Dolomiten“ bekannt sind. Die Stadt wird vom Hahnenbach durchflossen, der kurz darauf in die Nahe mündet, und ist umgeben von Bergen wie dem Lützelsoon. Nachbarorte sind im Norden Oberhausen, im Osten Hochstetten-Dhaun und im Süden Heimweiler.
Seine Wurzeln reichen bis in vorchristliche Zeit zurück, als sich hier eine Siedlung an wichtigen Handelswegen entwickelte. Der Name könnte vom keltischen Wort für „dunkel“ oder „Wasser“ abstammen, da der Ort an beiden Flüssen lag. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 841, als Kirn in Fuldaer Klosterurkunden als Chira auftaucht. Im Mittelalter prägten die Wildgrafen von der Kyrburg die Region, bis die Herrschaft an die Rheingrafen überging. Im 18. Jahrhundert wurde Kirn zur Residenzstadt eines kleinen Fürstentums, wovon noch prächtige Gebäude zeugen.
Heute ist Kirn vor allem für seine malerische Lage und historischen Bauwerke bekannt. Die Innenstadt wird vom Hahnenbach geprägt, und oberhalb thront ein Steinbruch, der das Stadtbild mitbestimmt. Ein Denkmal erinnert an die zerstörte Synagoge und die deportierten jüdischen Bürger, während Stolpersteine an deren Schicksal mahnen. Die Stadt verbindet damit Geschichte und lebendige Gegenwart.