Kobyłka liegt etwa siebzehn Kilometer nordöstlich von Warschau in der Masowischen Tiefebene. Die Stadt grenzt direkt an Wołomin, den Sitz des gleichnamigen Landkreises. Rund die Hälfte des Gemeindegebiets wird landwirtschaftlich genutzt, während ein Fünftel von Wäldern bedeckt ist. Eine wichtige Verkehrsachse ist die Droga wojewódzka 634, und zwei Bahnstationen verbinden den Ort mit dem Umland.
Erstmals erwähnt wurde Kobyłka im Jahr 1415 in Zusammenhang mit einer Pfarrkirche. Im 15. Jahrhundert trug der Ort den Namen Targowa Wola, bevor sich im 18. Jahrhundert die Bezeichnungen Kobyłka, Kobiałka und Kobełka durchsetzten. Die Jesuiten ließen sich 1755 hier nieder und richteten ein Jahr später eine Druckerei ein. Die barocke Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit entstand zwischen 1736 und 1740 und wurde kurz darauf geweiht. Nach der Auflösung des Jesuitenordens 1773 verlor der Ort vorübergehend an Bedeutung.
Heute ist Kobyłka vor allem für seine historische Kirche bekannt, die als eines der bedeutendsten Bauwerke der Region gilt. Die Stadt gliedert sich in mehrere Ortsteile wie Antolek, Mareta oder Maciołki. Neben öffentlichen Schulen gibt es auch kirchliche Bildungseinrichtungen. Ein kurioses Detail ist die Herkunft der Mutter des Sängers Mark Forster aus der Umgebung.