Komařice liegt in Südböhmen, eingebettet zwischen sanften Hügeln und dem Fluss Stropnice, die hier von mehreren Bächen wie dem Lomecký potok gespeist wird. Nördlich erhebt sich der bewaldete Gipfel der Střížovská planá hora, während im Süden Teiche die Landschaft prägen. Nachbarorte wie Strážkovice oder Sedlo sind nur wenige Kilometer entfernt, und im Westen grenzt das Gebiet an Dolní Stropnice. Die Gemeinde umfasst mehrere Ortsteile, darunter Pašinovice und Stradov, und erstreckt sich über mehrere Katastralbezirke.
Erstmals erwähnt wird der Ort im Zusammenhang mit einem Überfall im Jahr, als die Bewohner des nahegelegenen Falkenstein das Gebiet heimsuchten. Später entwickelte sich Komařice zu einem Herrschaftssitz, dessen Besitzer wechselten und das Schloss im Stil der Renaissance ausbauten. Die Zisterzienser aus dem Kloster Hohenfurth übernahmen die Güter und prägten die wirtschaftliche Entwicklung mit Brauerei, Mühlen und Obstgärten. Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften wurde Komařice eine eigenständige Gemeinde und blieb bis heute ein Ort mit ländlichem Charakter.
Das Renaissanceschloss ist das markanteste Bauwerk und zeugt von der Blütezeit unter den früheren Besitzern. Im Ort erinnern ein Bildstock des hl. Laurentius und eine Gedenktafel an bedeutende Persönlichkeiten wie den Arzt Julius Adolf Červený oder den Piloten Jan Lenc. Die Umgebung bietet mit ihren Teichen und Wäldern Erholungsmöglichkeiten, während die Stropnice immer wieder Hochwasser führt, das in der Vergangenheit zu schweren Schäden führte.