Köngen liegt am linken Neckarufer im Neckartal, wo der Fluss sich durch die Filderebene schlängelt. Die Gemeinde grenzt im Norden an Deizisau und im Süden an Unterensingen, während Wernau und Wendlingen am Neckar die östlichen Nachbarn sind. Der Ort ist Teil der Region Stuttgart und liegt etwa neun Kilometer von Esslingen entfernt.
Die Wurzeln Köngens reichen bis in die Römerzeit zurück, als hier die Siedlung Grinario entstand. Um das Jahr 100 wurde aus einem Kastell ein wichtiger Stützpunkt an der Straße Neckar–Alb–Aare. Nach der Zerstörung durch die Alamannen im dritten Jahrhundert entwickelte sich später ein alamannischer Ort, der um 700 erstmals erwähnt wurde. Im Mittelalter wechselten die Herrscher mehrfach, bis die Thumb von Neuburg im 15. Jahrhundert ihren Sitz nach Köngen verlegten und die Reformation förderten.
Heute prägen römische Spuren das Bild, darunter ein rekonstruiertes Kastell und ein archäologischer Park. Der Ort ist bekannt für seine beiden Jupitergigantensäulen-Nachbildungen und das Römische Museum. Neben der evangelischen Prägung seit der Reformation gibt es auch methodistische und neuapostolische Gemeinden. Wirtschaftlich ist Köngen durch ein DHL-Paketzentrum und Maschinenbauunternehmen geprägt, während kulturell die Musikschule und die Grinio-Akademie hervorstechen.